Toby und Tobi in Haiger 2015

! WARNUNG !
Der folgende Bericht ist voll mit Vulgärsprache, flachen Witzen über Minderheiten und ohne strukturierten Handlungsaufbau.
Viel Spaß beim Lesen!

Lost in Haiger

Liebe Brettsportler,
Über Himmelfahrt fand zum 8. Mal das Schachopen Haiger bei Siegen in Hessen statt.
Mit einem Kampftrinkerquartett ausgerüstet machte sich das Sturmmobil am Donnerstag samt zweier Bierkisten auf in ein unvergessliches Wochenende.
Kommen wir zuerst zu den Protagonisten:
Auf der Pole Position startete kein geringerer als der „Tobias Kügler“ !
Dicht gefolgt von „17,5 David Kardoeus“  mit der Nummer 2 und „Null Null Brinkmann“ auf der 4.
„Tooooobias Sturrrrrm“ hielt die Startnummer 7 inne.

Angekommen an der schönen Stadthalle, wohl auch das einzig positive in Haiger, wurde David erstmal beschissen, hatten die ihm doch tatsächlich 10 € mehr Startgeld abluchsen wollen.
Die entstandene Wut ließ er sofort seinen Gegner mit einem feuchten Händedruck spüren und gewann die Partie recht schnell. So auch bei Toby & Tobi .
Nur Fabian der alte Lustmolch fand gegen den süßen Hundeblick seiner 11-jährigen Gegnerin einfach kein Konzept. Trotz 400 ELO weniger hat sie ihm sprichwörtlich die Hosen ausgezogen.
Unbeeindruckt davon ließ er sich in der 2. Runde auch noch von nem 1300er verprügeln und verdiente sich somit seinen Spitznamen „Null Null Brinkfuß“.
Die anderen 3 erledigten ihre Pflichtaufgabe souverän und feierten die 2/2 beim Italiener wo nur Türken arbeiten und die Pizza 3 Mark fufzig kostet.
Nach dem Check-In im Hotel wurde abends noch ausgiebig einer auf den Vatertag gekügelt, da die 3. Runde am nächsten Tag auch erst um 16.00 stattfand.

                 

2. Tag
Nach einem ausgedehnten Frühstück und hochprofessioneller Vorbereitung auf die Nachmittagsrunde, hatten wir zum Mittag doch alle Heißhunger auf eine geile dicke Bockwurst mit schleimigem Senf. Und wo findet man diese?!
Natürlich bei einer Frittenbude vor einem großen Kaufhaus oder so, also schnell OBI ins Navi getippt und wo die Frittenbude stehen sollte, war leider nur ein Mc-Donalds aufzufinden.
Gestärkt mit Burgern, Nuggets und Bacardi machten wir uns also auf den Weg zur 3. Runde.

Tobi K konnte seinen dritten Punkt sicher machen, und während Tobys Gegner es nicht schaffte den Sack zuzumachen startete er einen starken Gegenangriff der wenig später Durchschlug.
Fabian Brinkmann gewann gegen ein Kind.
Zu diesem Zeitpunkt war es uns noch nicht klar, doch stellte sich wenig später heraus, dass Davids Gegner der größte Lulu von allen war.
So ein typischer Schachspieler halt, krumme Fingernägel, Pferdeschwanz, Frisur egal.
In der Eröffnungsphase überspielte David regelrecht seinen Gegner, welcher dann kurzerhand zum Schiri ging und unserem Youngster "Cheating" vorwarf.
Mithilfe von Deep Beer stand Kadde dann auch schnell +17.5 Pornoeinheiten (daher auch der Spitzname) und es sah alles nach einem Sieg aus.
Leider verpasste er diese und die Partie endete sogar später noch glücklich für ihn in einem Patt.
Abends der Klassiker:  Pizza beim Italiener, wo Kügel einfach mal ein Bier umschmiss.
Zwischenstand:            Kügler  3/3
                                   Sturm 3/3
                                   Kadde 2,5/3
                                   Brinkfuß 1/3

Tag 3

Am dritten Tag gings also ans Eingemachte. Naja, zumindest für 3 von uns.
Fabian holte souveräne zwei Punkte und schloss mit 3/5 langsam wieder nach vorne auf. Während David nicht über zwei Remis hinaus kam und Sturm sich sogar zweimal geschlagen geben musste, konnte der Kügler mit 1,5/2 seine die alleinige Tabellenführung mit nem halben Zähler Vorsprung erklimmen.
Doch das Beste an passierte an diesem Abend.
Er wurde von Sturm (aufgrund seiner zwei verlorenen Partien) mit folgendem Spruch eingeläutet:
„Hier in diesem ****** Dorf leben so 800 Leute und die fi**en sich doch alle gegenseitig! Kommt Jungs lasst uns Bacardi trinken!“*
Nachdem wir wie so jeden Abend beim Türken-Italiener aßen, gings auf dem Hotelzimmer heiß her. Es wurde geblitzt, gut gesoffen und die ein oder andere Nase Banausebrause verputzt. Als der Bacardi dann leer war gingen wir zur Tanke, die komischerweise zu hatte. Zum Glück war nebenan so eine Art „Türkenvereinsheim“, indem es Vodka-Energy für sage und schreibe 2€ gab. Dort sind wir dann auf die lustige Idee gekommen Würfelschach in 2-er Teams zu spielen (mit Dame-Steinen!).

Tag 4

In der Katerrunde am Vormittag lief dann auch nicht wirklich fiel zusammen.
Jedenfalls nicht für Toby  und Tobi. Mehr als eine Niederlage und ein Remis war nicht drin.
David und Fabian punkteten hingegen voll.
Nachmittags gewann Sturm überraschend schnell nach 9 Zügen gegen den Dorfdeppen „Herbert“. Mal im Ernst, wer nennt sein Kind Herbert?!
David und Fabian verloren leider die entscheidende Runde und die Chance noch in die Preisränge zu rücken.
Kügel entschied sich aufgrund ausgedachter Berechnungen dazu, Remis zu schieben in der Annahme sicher 1. Platz zu sein.

So kam es natürlich nicht!
Hier die Endergebnisse :
Kügler           5,5/7   2. Platz
Kadde           4,5/7   11. Platz
Sturm            4/7      15. Platz
Brinkfuß        4/7      23. Platz

Schachlich eher ein bescheidenes Turnier, aber es hat dennoch gebockt mit der Chaotentruppe.
Als Fazit kann ich nur sagen, dass die Leute in Haiger vermutlich alle schwarz arbeiten und sich gegenseitig bespaßen !               Peace out!